Michael und Silke unterwegs

Amerika und drumherum

Fly, fly away…

Nachdem ich meine Flugangst einigermaßen in den Griff bekommen hatte, sind wir 1999 das erste Mal Langstrecke geflogen, und zwar in die Dominikanische Republik. Dorthin war es in dem Jahr aufgrund toller Kinderermäßigungen günstiger als zu viert nach Fuerteventura, wohin wir eigentlich wollten. Meine Eltern flogen im Herbst des selben Jahres das erste Mal mit einer Reisegruppe nach Amerika und waren so begeistert…. Das war ansteckend!

Im April/Mai 2000 machten wir es ihnen nach und waren sofort infiziert. Wir sind in dem Jahr dem typischen Touri-Pfad gefolgt: San Francisco, Yosemite, Sequoia, Kings Canyon, Las Vegas, Zion NP, Grand Canyon, Joshua Tree, San Diego, Los Angeles natürlich Disney und Universal Studios wegen der Jungs, den Highway No. 1 zurück bis nach San Francisco. Es war toll!

2001 folgte gleich der nächste Streich: Floridas Küste und rüber bis New Orleans in den Sommerferien. Wir waren enttäuscht… Bis auf ein Stück am Panhandle bei Panama City ist am Golf von Mexiko an baden kaum zu denken gewesen. Alle Strände privat oder keine Parkplätze zu finden. Wir hatten die Tagesetappen extra kurz gehalten, aber die Hotel-/Motelpools waren nicht das Gelbe vom Ei. Offenbar waren wir nicht gut genug vorbereitet. Die Erfahrungen aus dem ersten Urlaub ließen sich jedenfalls nicht auf diesen übertragen.

Im Herbst 2003 war unser jüngerer Sohn mit der Schule in Wisconsin. Wir nutzten die Chance und besuchten ihn bei seiner Gastfamilie. Diesen Besuch bauten wir in eine Great-Lakes-Rundreise ein. Es war eine unserer schönsten Touren.

2006 bereisten wir großräumig den Nordwesten (inzwischen war in Michael der Wunsch erwacht, jeden der 50 Staaten zumindest 1x betreten zu haben). Wir fuhren von Vancouver über Seattle in Richtung Yellowstone NP, über Jackson, wo wir uns das erste Mal live ein Rodeo ansahen und viele nette Leute kennen gelernt haben, nach Salt Lake City und erneut nach Las Vegas. Übers Death Valley und den Tioga Pass dann wieder Richtung Pazifik, um noch einmal SFO zu genießen. Bis nach Vancouver gings dann am Meer entlang.

2008 stand der nächste Trip an: Wir flogen nach New York, um von dort entlang der Küste bis nach Georgia zu fahren, nach Atlanta und Lynchburg folgte dann – nachdem wir in Nashville die Grand Ole Opry zum Birthday Bash besucht haben – über den Blue Ridge Parkway der Rückweg nach Washington DC und New York. Es war wunderschön, zur Zeit der Foliage in dieser Gegend zu reisen.

2010 war es wieder so weit: Flug nach Chicago, Summerfest in Milwaukee (soll eines der größten Musikfestivals im Mittleren Westen sein), viel Mississippi, North und South Dakota mit Rodeo und am 4. Juli an den Präsidentenköpfen. Feuerwerk abgesagt wegen Waldbrandgefahr! Weiter nach Colorado über the Middle of the Middle of Nowhere, stundenlange Einsamkeit in Nebraska mit einem einzigen Kojoten als Lebewesen, dafür aber einer Tornado-Warnung, die alle Radiosender lahmlegte. Über stinkende Rindergefängnisse in Kansas zurück in Richtung Mississippi und wieder nach Chicago. Unterwegs noch ein Stopp bei Harley-Davidson in Kansas City, jetzt haben wir alle Werke gesehen.

Auch 2011 ließen wir uns den Flug über den großen Teich nicht nehmen. Boston war das Ziel. Wir hatten die Hoffnung, eine schöne Foliage zu sehen – was aber leider buchstäblich ins Wasser fiel. Es regnete in diesem Urlaub fast jeden Tag. Nur am letzten Tag in Boston nicht – da fing es an zu schneien… Trotzdem war es ein sehr schöner Urlaub.

2012 feierten wir unseren 30. Hochzeitstag und gönnten uns etwas „Besonderes“: Wir besuchten The Upper One. Über Vancouver flogen wir nach Whitehorse. Von dort ging es per Bus nach Dawson City und Fairbanks, per Sightseeing-Zug nach Anchorage – natürlich mit Etappenstopp im Denali NP – und dann mit einem Kreuzfahrtschiff in die Glacier Bay und durch die Inside Passage wieder nach Vancouver. Es war grandios.

Im gleichen Jahr bekamen wir einen Rappel, luden unsere Söhne ein und flogen zum Christmas Shopping im Dezember für eine Woche nach New York. Hier erfüllte sich für mich ein Kindheitstraum. Mit 52 Jahren durfte ich im Central Park Schlittschuh laufen. Ich hab fast geheult, so ein tolles Gefühl war das.

Nachdem wir uns im August 2013 Jahres bereits entschieden hatten, 2014 wieder eine Kreuzfahrt zu machen, sollte es in dem Jahr eine Amerika-Pause geben. Aber weit gefehlt. Ein Family-Chat bei Facebook führte zur kurzfristigen Buchung von Flug und Hotel in Las Vegas. Zu fünft machten wir uns auf den Weg und genossen die gemeinsamen Tage.

Ende März 2014 begann der zweite Versuch, Florida lieb zu gewinnen. Es hat geklappt! Vor Beginn der Kreuzfahrt, die uns die Westkaribik näher bringen sollte, gönnten wir uns 8 Tage am Golf von Mexiko und an anderen netten Orten. Es hat uns so gut gefallen, dass wir im Oktober noch einmal für 9 Tage zum Erholen rüber geflogen sind. Diesmal hatten wir ein Haus in Cape Coral gemietet, das wir mit Florian und Christian & Margitta teilten.

Der Sommerurlaub 2015 ist auch schon Vergangenheit. Unsere Motorradreise auf der Route 66 von Los Angeles nach Chicago war fantastisch!

Auch 2016 waren wir wieder in unserem Lieblingsreiseland. Von Chicago aus ging es in den „tiefen Süden“. Zwar zwang uns Hurrikan Mathew zu einer Routenänderung, aber die Alternativen, die wir uns dann rausgesucht haben, waren auf jeden Fall genauso schön. Und die Orte, die wir diesmal nicht gesehen haben, können wir dann ja auf einer anderen Reise erkunden.

Inzwischen ist schon die Urlaubsreise 2017 Vergangenheit. In den Sommerferien ging es an die Westküste. Von San Francisco sind wir erst ein Stück nach Norden gefahren und danach ganz in den Süden Kaliforniens.

Und auch 2018 ging es nicht ohne eine Reise nach Amerika. Im Frühjahr flogen wir nach Florida, um in der Nähe von Orlando ein mehrtägiges Country-Festival zu besuchen.

2019 begann mit dem spontanen Entschluss, noch einmal ein paar Tage in und um Davenport, Florida, bei und mit Freunden zu verbringen. Disney, Country Music und die wunderbare Natur der Circle B Ranch ließen diese Woche wie im Flug vergehen.

Für den Sommerurlaub 2019 haben wir Reiseführer und -berichte gelesen, YouTube-Videos geguckt und Hawaii-Erfahrene mit Fragen gelöchert. Wir werden sehen, was wir von den ganzen Informationen für unsere Reise umsetzen können.

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